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Das große Bier ABC

Reden Sie mit im Bier ABC

Aromahopfen:

Hopfensorten, die dem Bier weniger Bittere, dafür mehr Aroma verleihen. Aromasorten bestimmen den spezifischen Geschmack, die „Blume“ des Bieres!

Bock:

Bockbiere gehören zu den Starkbieren. Sie können ober- oder untergärig sein, ihr Stammwürze­gehalt muss über 16 Grad Plato liegen. Ihr Alkoholgehalt liegt bei 6,5 % Vol. (und darüber). Es gibt sie in hell und dunkel, aber auch als Weizenstarkbier.

C.R.A.F.T.

Creativität, Radikalität, Abwechslung, Feuer, Talent. Einfach ausgedrückt ist Craft Beer ein betont gebrautes Bier mit besonders viel Geschmack.

Dolden:

Zum Brauen werden ausschließlich die Dolden der weiblichen Hopfenpflanzen verwendet. Heute werden Dolden meist zu Pellets weiterverarbeitet und diese dann beim Brauen eingesetzt.

EBC

steht für European Brewery Convention und kennzeichnet die festgelegte Farbstärke eines Bieres. Helle Biere habe etwa 5 EBC, dunkle Biere können 40 bis 50 EBC und mehr aufweisen.

Foodpairing:

Foodpairing ist eine professionelle Methode, die angewandt wird, um festzustellen, welche Nahrungs­mittel und Getränke gut zusammenpassen.

Gärung:

Bei der Gärung wandelt die Hefe im Stoffwechsel­prozess den Malzzucker (Maltose) der Würze in Alkohol, Kohlensäure und Wärme um.

Hefe:

Einzelliger Pilz der Gattung Schlauchpilze, der die Gärung (siehe dort) beim Brauen besorgt.

IPA:

Abkürzung für „India Pale Ale“. Bierstil – obergäriges, kräftig gehopftes Starkbier mit Ursprung im 19. Jahrhundert. Heute das Aushängeschild jeder Craft Brauerei in den USA und mittlerweile auch der Shootingstar der europäischen Bierszene.

Jahrgangsbier:

Auch Biere können „Jahrgangscharakteristik“ zeigen. Dabei werden witterungsbedingte Schwankungen der Rohstoffqualitäten bewusst nicht durch Rezepturanpassung ausgeglichen. Eine andere Interpretation: Eine Brauerei legt jedes Jahr ein besonders edles Bier, meist ein außergewöhnliches Starkbier auf.

Kalthopfung:

Auch ry-hopping oder Hopfenstopfen genannt. Bezeichnet die (im Brauprozess) späte Hopfengabe. (Meist erst nach der Hauptgärung). Die abgekühlte Bierwürze löst aufgrund der geringeren Temperatur kaum noch Bitterstoffe aus dem Hopfen, dafür aber Aromastoffe in großer Fülle.

Lager:

Rund 90 % der Biere der Welt sind Lagerbiere. Das Lager ist im 19. Jahrhundert in Österreich „erfunden“ worden. Untergärige Hefe sinkt im Gärgefäß zu Boden, bildet ein Lager – daher der Name.

Malz:

Getreide (meist Gerste, manchmal auch Weizen oder andere Cerealien) nach der etwa 7 Tage dauernden „Vermälzung“. Dabei wird der Prozess der Keimung des Korns im Boden imitiert. Beim Mälzen wird aus Stärke Malzzucker – den die Hefe bei der Gärung in Alkohol und Kohlensäure umwandeln kann.

Nachtrunk:

Auch Ausklang oder Abgang genannt. Bleibt als Aroma- und Geschmackseindruck nach dem Hinunterschlucken des Bieres. Sollte keinesfalls zu kurz ausfallen und einen harmonischen, sanft ausklingenden „Bogen“ bilden. Ist oft von Hopfenbittere getragen.

Obergärig:

Ältere Form der Bierhefe, die bei Vermehrung „Sprossverbände“ bildet. Weißbier oder Ales werden mit obergärigen Hefen vergoren, die die Biere fruchtiger machen als untergärige Hefe. Schwimmt nach der Fermentation als „Geest“ oben auf dem Jungbier.

Pils:

Helles, filtriertes, untergäriges Vollbier; stärker gehopft, mit betonter Bittere und deutlicher Hopfenblume. Es wurde 1842 vom Bayrischen Braumeister Josef Groll im (damals österreichischen) Pilsen erstmals eingebraut. Favorit der Deutschen mit 62 % Marktanteil.

Qualität:

Das wohl Wichtigste bei jedem Bier. Wichtigstes Kriterium für die Listung im Sortiment von Kolarik & Leeb.

Rezenz:

Das Prickeln beim Antrinken eines Bieres und ein Begriff für den Frischeeindruck. Beim Trinken entbindet sich die Kohlensäure im Mund. Auch Hopfenbittere und manchmal Säure sind für die Rezenz „verantwortlich“.

Stammwürze:

Gehalt der unvergorenen Würze an löslichen Stoffen (Malzzucker, Eiweiß, Vitamine, Aromastoffe) in Gewichtsprozent. Ist nicht mit dem Alkoholgehalt zu verwechseln, auch wenn mehr Stammwürze mehr Alkohol möglich macht.

Tasting:

Auch Verkostung oder Degustation. (Experten-)Runde zur geschmacklichen Beurteilung von Bier. Dabei werden sensorische Eindrücke beschrieben und oft auch bewertet.

Untergärig:

Statt obergäriger Hefe wird bei niedrigen Temperaturen untergärige Hefe zugesetzt. Untergärige Hefe setzt sich im Lauf der Gärung am Boden ab, bildet ein Lager. (Siehe Lager).

Vielfalt:

Die Biervielfalt ist schier unermesslich. Und das mit (innerhalb des Reinheitsgebotes) nur vier Grundstoff-Klassen: Zwei Rohstoffe, Malz und Hopfen; Wasser und einem Lebewesen: Hefe.

Würze:

Im Brauwasser lösen sich beim Maischen die für das Brauen notwendigen Bestandteile des Malzes – es entsteht die Würze, das Produkt des Sudprozesses. In ihr sind bereits drei der vier nach dem Reinheitsgebot erlaubten Grundstoffe für die Bierherstellung, nämlich Wasser, Malz und Hopfen enthalten.

Xanthohumol:

Der natürliche Pflanzenbestandteil wurde bereits um 1913 im Hopfen entdeckt. Zeigte sich als wirksam gegen die Entstehung und Entwicklung von Krebszellen. Kann auf Grund seiner antioxidativen Eigenschaften freie Radikale unschädlich machen („einfangen“) und trägt so zur Gesunderhaltung der Körperzellen bei.
Yorkshire

Vessel:

Historisch aus Yorkshire Sandstein gebaut, mittlerweile aus Edelstahl – über 200 Jahre alt. Eine moderne Neuerung ist die so genannte „Round Square“. Die runde Form macht die Reinigung leichter.

Zapfen:

Mittels Zapfhähnen wird Fassbier ins Glas gebracht. Eine extrem wichtige Tätigkeit bei der man auf viele Faktoren achten sollte. Zum Beispiel dürfte der Zapfhahn niemals in die Bierflüssigkeit ragen.

Clemens Sadnik
Ansprechpartner

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