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Die neuen Trends im Gastro - Design

Bettel-Alm am Lugeck. Vorallem Licht spielt hier eine große Rolle.

Möchten Sie ihr Unternehmen modernisieren? Oder planen Sie eine Neueröffnung? Wenn es um Konzeption und Optik geht, gibt es dabei einiges zu beachten!

Willkommen

„Gastronomie ist seit jeher ein Ort der Begegnung, an dem das Leben pulsiert. Sei es ein Café, eine Bar oder ein Restaurant – hier liegen täglich Emotionen in der Luft. Menschen verlieben sich, kommunizieren miteinander oder teilen Erlebnisse“, so Bernhard Hiehs, Geschäftsführer von Derenko. Hierfür soll auch das richtige Ambiente geschaffen werden. Genau darauf – also Design und Projekt­abwicklung von Innenausstattung für Gastronomie und Hotellerie – spezialisiert sich das Unternehmen seit vielen Jahrzehnten. Dabei geht es nicht immer um „Konzept-Gastronomie“, denn es gibt in diesem Bereich hilfreiche Tipps für alle Gastronomen – ob mit bestehendem Lokal oder mit einem in Planung.

Gastronomie ist seit jeher ein Ort der Begegnung, an dem das Leben pulsiert.

Bernhard Hiehs

Das erweiterte Wohnzimmer

Der Gast soll sich im Restaurant, Café oder der Bar in erster Linie wohlfühlen. Dazu gehören ein freundliches Service, gute Küche beziehungsweise das richtige Getränkesortiment und eben auch das optimale Ambiente. Auch wenn in vielen Lokalen der „Wohnzimmer-Charakter“ inszeniert wird, ist Innenarchitektur für Gastronomie mit Home Interior kaum vergleichbar – und dieses sollte auch nicht nachgeahmt werden. Denn in der Gastronomie herrschen funktionelle und wirtschaftliche Anforderungen, die letztendlich über Existenzen entscheiden können. Die Zusammenstellung von gastronomietauglichen Materialien, das Schaffen von höchster Effizienz und Funktionalität bis hin zu einer Vielzahl an behördlichen Auflagen sind wichtige Faktoren. Dazu hat Hiehs noch eine interessante Beobachtung gemacht: In Bezug auf Gastro-Optik folgen große Einrichtungshäuser mittlerweile diesen Trends! Zeitversetzt finden sich also Lampen, Fliesen oder Stuhlmodelle, die wir aus öffentlichen Plätzen kennen, auch in Wohnungen und Privathäusern wieder.

Die Wiener Kult-Diskothek "Bettel-Alm" vereint ländlichen Chic mit modernen Design-Elementen.

Nachhaltiges Design

Wie auch bei den saisonalen Kleidungstrends ist es hier nicht zwingend nötig, sich als Gastronom ständig neu zu erfinden, um erfolgreich zu sein. Trotzdem, so empfiehlt Hiehs, sollte man sich stets weiterent­wickeln. Wenn ein Gastronom ein gutes Produkt hat, muss er dieses nicht laufend in Frage stellen. Grundsätzlich ist der Lebenszyklus von Einrichtung durch das Gastronomiekonzept selbst geprägt.

In traditionellen Gasthäusern oder Bierlokalen finden sich etwa langlebigere Gestaltungselemente, Farben und Formen als bei ­innovativeren Gastro-Konzepten mit verspielten und verrückten Impulsen. Diese können jedoch in ihrer Wirkung auch zeitlich begrenzt sein. Hier ist jedoch weder die eine noch die andere Art der Gastronomie besser – man sollte diese Dinge bei der Konzeption einfach nur bedenken.
Bei Traditionsunternehmen gilt es etwa, sich immer wieder seinen Gästen anzupassen, ohne dabei seine Wurzeln zu verlieren.

Kolariks Luftburg zeigt, dass man innovativ sein kann, ohne einen Imagewandel vollziehen zu müssen.

„Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist Kolariks Luftburg im Prater“, zeigt Bernhard Hiehs auf. „Als Wiener Traditionsunternehmen hat dieser Betrieb in den letzten Jahren laufend investiert und ist stets mit neuen Innovationen vorangegangen, ohne dabei einen Imagewandel oder eine Neupositionierung anzustreben.“ Seien es die Überdachung des Gast­gartens, die Einführung neuester Schanktechniklösungen oder innovative Veranstaltungskonzepte – jährlich beschäftigt sich die Familie Kolarik damit, wie sich der Betrieb optisch oder technisch weiterentwickeln kann, ohne das Konzept um 180 Grad zu drehen.

Für alle, die nachhaltige Investitionen in ihre Inneneinrichtung planen, empfiehlt das Unternehmen Derenko, grundsätzlich fixe Elemente langlebig zu planen. Individuelle und auch austausch­bare Design-Eyecatcher können dann in den Bereichen Beleuchtung, loses Mobiliar oder Dekoration realisiert werden.

Kleine Veränderungen, aber Oho!

Wer seinen Betrieb mit ein paar Handgriffen wieder etwas aufpeppen möchte, für den hat Hiehs selbstverständlich auch einige Tipps auf Lager: „Mit Farben, Beleuchtung, neuen Bezügen und (saisonalen) Dekorationen kann man bereits mit geringem finanziellen Aufwand große Wirkung erzielen!“ Aber auch schon die Neugestaltung der Speisekarte kann eine Auffrischung bewirken.
Bei jeder Erneuerung ist wichtig, dass die ­Veränderung ein schlüssiges Gesamtkonzept darstellt und nicht „zusammengewürfelt“ wirkt. Es soll für den Gast stets ein roter Faden in den Überlegungen und schließlich eine klare Botschaft im Endergebnis erlebbar sein. Denn der Gast merkt sehr wohl, ob ein einheitliches Gesamtkonzept kommuniziert wird. Wenn sich das Grundkonzept Ihres Unternehmens nicht verändern soll, dann muss die eigene Corporate Identity – also Unternehmensphilosophie beziehungsweise Firmenimage – noch erkennbar sein. So kann sich der Gast weiterhin bei Ihnen wohlfühlen und gleichzeitig die Modernisierungen genießen!

Das Zündwerk in Strasshof vereint Gastro-Konzept mit Motorrad-Lifestyle.
Anna Horngacher
Ansprechpartner

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