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Gin and Tonic

Gin ist seit geraumer Zeit nicht mehr vom Getränkemarkt wegzudenken. Der Hype greift aber um sich und hat längst auch das Tonic als kongenialen Partner erfasst.

Zusammenspiel

Die perfekte Synthese von Gin and Tonic versinnbildlichen Beispiele wie die Gebrüder Wright oder Bonnie und Clyde. Seit der (willkommene) Hype um den Gin in den letzen sechs Jahren von England über Deutschland zu uns geschwappt ist, war sein treuer Begleiter, das Tonic, immer an seiner Seite. Gin an sich ist schon etwas Atemberaubendes, nicht zuletzt aufgrund seiner facettenreichen Vielfalt, aber die Kombination mit dem Tonic ist das, was die - buchstäbliche – Würze des Longdrinks Gin und Tonic ausmacht. „Mittlerweile kommen Jahr für Jahr über 100 neue Gins auf den Markt. Natürlich hätte Gin nicht diesen Erfolg, wenn da nicht das Tonic wäre", wie Herbert Reinhardt, Gin-Experte von Del Fabro, ausführt.

Zusammen sind sie stark

Dementsprechend wird dem Tonic als gleichwertigem Beziehungspartner ein ebenso großes Aufsehen geschenkt. Einer derart großen Variabilität – sowohl beim Gin als auch beim Tonic – ist natürlich die Frage geschuldet: Welches Tonic zu welchem Gin?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Ich für meinen Teil bevorzuge ein trockenes Tonic ohne spezielle Zusatzaromen. Im Vordergrund sollte immer der Gin stehen. Mit einem klassischen Tonic hat der ausgewählte Gin die größte Chance, sich von seiner besten Seite zu zeigen.

Herbert Reinhardt

Trends und Tastings

Ein „reines" Tonic bringt demnach eine der Grundideen des Gins zum Vorschein: die schier unendlichen Geschmacksvariationen, die je nach Herstellungsverfahren oder auch aufgrund der beigemengten Aromen – der sogenannten Botanicals – entstehen. Beim „London Dry Gin" beispielsweise, der auch unter den Klassikern wie Bombay oder Beefeater weitgehend vorherrscht, müssen die Botanicals vor der Destillation beigegeben werden. Weiteres dürfen keine Zusatzstoffe hinzugefügt werden. Ob nun Nuancen wie Zitrusfrüchte oder Bergamotte oder Interessantes wie Paradieskörner in die Mischung Eingang finden – mit dem richtigen Tonic findet der gewiefte Barkeeper immer die ideale Mischung.

Apropos Tonic: Obwohl der Trend grundsätzlich in die Richtung des „Dry", also eher „unauffälligen" Premium-Tonics geht, gewinnt vor allem in Österreich auch der mediterrane Flavor immer mehr an Beliebtheit. „Von Fever-Tree beispielsweise eigentlich für den Vodka erdacht, passt das Tonic mit dem Geschmack erlesener Früchte und Kräuter auch wunderbar zum Gin. Es macht diesen würziger", so Gin-Enthusiast Reinhardt. Dass es bei einem derartigen Eigengeschmack allerdings wieder der passende Gin sein muss, führt uns zum Ausgangspunkt: Vieles, wenn nicht sogar alles, ist möglich. Der Barkeeper, respektive der Kenner unter den Gästen, entscheidet selbst – der Fantasie sind beim beständigen Langzeittrend Gin und Tonic keine Grenzen gesetzt.

Mein Tipp für den Perferct Serve:

Herbert Reinhardt, Spirituosenspezialist bei Del Fabro

5 cl Gin
eine Flasche 0,2 l Tonic
viel Eis

Das Tonic langsam in den Gin leeren und die persönliche Mischung finden. Dies kann natürlich von Gin zu Gin variieren. Je nach dem, wie kräftig dieser ist.

Clemens Sadnik
Ansprechpartner

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