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3 Locations, 3 Philosophien

LINZ – WIEN – GRAZ: IN DEN DREI GRÖSSTEN STÄDTEN ÖSTERREICHS WIRD IMMER WIEDER AUFS NEUE BEWIESEN, WIE SICH MIT AUSSERGEWÖHNLICHEN GASTRO-KONZEPTEN NEUES PUBLIKUM ANGELN LÄSST.

HANG ZUR EXTRAVAGANZ.
Das Wirtshaus „Laufke“ in Graz, das „Bellevue Restaurant“ am Pleschinger See bei Linz und die schicke Bar „Juwel“ am Donaukanal in Wien fahren völlig unterschiedliche Konzepte – und dennoch verbindet sie die Philosophie, den Gast auf allen Sinnen anzusprechen und dafür zu sorgen, dass man durch Mundpropaganda im Gespräch bleibt.

Feuer
Als Miladin Mackic 2015 die Schnellimbissbude am Pleschinger See kaufte, ahnte niemand, welches Kultrestaurant hier möglich ist. Der gebürtige Serbe verwandelte die ehemalige Bude ins edle „Bellevue Restaurant“. Das ursprüngliche Haus dient heute als Küche und Lager. Hinzugekommen ist ein moderner Speisetempel, in dem diverse Grillspezialitäten serviert werden. Gegrillt wird auf einer großen Grillplatte. Über einen riesigen Kamin zieht der Rauch ab. „In der Linzer Innenstadt werden Sie kein vergleichbares Lokal finden“, versichert Fuad Medjedovic, der einst als Hirter Bier-Getränkelieferant für das Bellevue Restaurant agierte, nun aber ins Team eingestiegen ist und neben Miladins Frau Gordana als zweiter Geschäftsführer fungiert, während Miladin in der Küche das Sagen hat. Die Einzigartigkeit der Location lockt viele Linzer aus der Innenstadt zum Pleschinger See. Per Auto, aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Bellevue Restaurant vom Linzer Zentrum aus rasch und bequem zu erreichen.

MUT BEWEISEN
Schritt für Schritt breitete sich der Eigentümer weiter aus. Zuerst mit einer rund 60 m2 großen Außenterrasse. Heuer ließ er über 100 Tonnen Sand aufschütten, um einen über 300 m2 großen Beachbereich mit Strandbar für Cocktailgenießer zu errichten. „So können wir neben den Gästen, die fein essen gehen, auch etwas für jene anbieten, die lockere Urlaubsatmosphäre bei einem Cocktail genießen wollen“, sagt Fuad.

Luft

Die Rooftop-Location im 15. Stock des Media Towers am Donaukanal bietet einen erstklassigen Panoramablick auf die Wiener Innenstadt. „Im Zuge von Schallmessungen wurde mir ein Blick auf die Dachterrasse gewährt“, erinnert sich Werner Helnwein, der gemeinsam mit seinem Bruder Manfred und Monika Wlaschek das Klee am Hanslteich sowie das gefragte Restaurant Spelunke im Erdgeschoß des Media Towers betreibt.Dann ergriff de erfahrene Gastronom die Chance und eröffnete dort oben das „Juwel“. Dieses steht einerseits als elegante und außergewöhnliche Eventlocation zur Verfügung, andererseits wurde mit einer Pop-up-Bar in diesem Sommer auch der Test als Barbetrieb durchgeführt. „Ursprünglich wollten wir für die Testphase nicht zu viel in Umbauarbeiteninvestieren.“

Trotzdem wurde u. a. die gesamte Beleuchtung erneuert und die Wand mit Nussholz vertäfelt. Geht die Bar in Ganzjahresbetrieb über, soll nochmals einiges im Detail verbessert werden. Helnwein träumt von einer Bar aus Edelstein.

ÜBER DEN DÄCHERN
Die luftige Lage hat auch ihre Tücken. Den Wind gilt es auf der Terrasse zu bändigen. Glasaufsätze am Geländer schützen die Gäste, ohne den Blick zu beeinträchtigen. „Damit die Sonnenschirme nicht davonfliegen, haben wir die Ständer im Boden sicher verankert“, so der Juwel-Geschäftsführer.

Natur
Das Traditionsgasthaus „Laufke“ existiert in Graz schon seit 1923. Frischen Wind bringt nun das neue Pächtertrio Jakob Schönberger (35), Herbert König (30) und Markus Neuhold (29) in das Lokal in der Elisabethstraße. Innen setzt das Trio auf urige Wirtshausatmosphäre. Den Innenhof verwandelten sie mithilfe einer Floristin in eine Natur-Oase mitten in der Stadt. Bäume und Weinlauben spenden Schatten. In der Mitte plätschert ein Steinbrunnen. „Wir waren auf der Suche nach einem ursprünglichen Gasthaus und träumten davon, ein Wirtshaus zu betreiben, in dem wir selbst gerne Gast wären“, sagt König.

VIELSEITIG
Aber auch Speisen und Getränke müssen „pfeifen“. Mit Josef Rath hat das Laufke einen jungen, innovativen Küchenchef, der mit dem Trio eine eigene Wirtshausküche entwickelte, die von Klassikern bis zu Ausgefallenem à la Stierhoden alle Stückerln spielt. Im Gastgarten wachsen alle Kräuter, die in der Küche benötigt werden. Von der Konkurrenz hebt man sich auch durch originelle Veranstaltungen ab, wie etwa das Kochspektakel „Wirt in Residence“, Sommelier-Battle, Maibaumaufstellen und Bauernsilvester.

Kolarik & Leeb Marketing
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