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Konzeptreichtum

ZWEI BUSINESS-TEAMS IN SALZBURG UND WIEN DEMONSTRIEREN EINDRUCKSVOLL, WIE SIE IHRE VISIONEN UMSETZEN UND GARANTIERT NICHT AN LANGEWEILE LEIDEN.

SALZBURG. Damir Dervisagic & Senad Selimovic lernten sich über ihre ehemaligen Gattinnen kennen. Die beiden Damen waren nämlich Schwestern. Die Schwager erkannten ihre gegenseitige Leidenschaft für große Visionen. Während Damir immer schon in der Gastronomie tätig war, studierte Senad Wirtschaft und Recht und arbeitete nebenbei als Kellner. „Eine tolle Kombination. Senads Studium kommt uns bei der Realisierung unserer Projekte zugute“, erzählt Damir.

Die beiden gebürtigen Bosnier sind mittler- weile von ihren Frauen geschieden, aber ihre Männerfreundschaft hält bombenfest. Vier Jahre betreiben sie schon das „Timeless“. 2015 starteten sie es als reines Kaffeehaus.

Es gab nur kleine Snacks. Nach dem ersten Jahr kamen Eis und selbstgebackene Kuchen hinzu. „Mit der Zeit hatten wir Lust, den Fokus stärker auf die Küche zu legen, und entwickelten Mittagemenüs“, meint Senad. Das wurde so gut angenommen, dass es nun auch abends warme Küche gibt.“ Das Timeless entwickelte sich zum Allrounder in Salzburg. Besonders gefragt sind die Cocktails. Etwa Lillet blanc (Aperitif aus Wein und Frucht- likören) gemischt mit Russian Wild Berry Tonic, plus frische Früchte und Eis. „Ein erfrischender Sommercocktail und zugleich ein Hingucker“, sagt Kolarik & Leeb-Gebietsverkaufsleiter Michael Lechner. „Ein raffinierter Drink, weil er nicht schwierig in der Zubereitung ist, aber optisch viel hergibt.“

KLEIN, ABER OHO

Zum Di Renzi kam das Duo durch Zufall. Vorbesitzer Manfred Renzl beobachtete als Stammkunde im Timeless, mit welcher Leidenschaft die beiden Burschen ans Werk gehen. Daher schlug Renzl die Angebote bekannter Marken aus und wollte, dass Damir & Senad das Lokal übernehmen. Es ist klein und eng, aber sehr atmosphärisch.

„Die Küche ist direkt beim Eingang an der Bar, somit ist unser Koch auch der Erste, der die Gäste begrüßt“, erklärt Senad die neue Art der Erlebnisgastronomie. Es geht immer mehr in Richtung Showküche. „Wir sind nahezu jeden Tag ausgebucht. Ohne Vorbestellung kriegt man keinen Platz.“ Wohl auch aufgrund des Ambientes. Im Hintergrund hört man trotz Gesprächskulisse immer das brutzelnde Fleisch. 

WIEN. Igor Nesterenko steht kurz vor der Eröffnung des Laurenz auf der Wieden, eines Brauerei-Restaurants in der ehemaligen Steirerstube. „Im Februar 2018 haben wir es übernommen und ließen es zwei Monate als Steirerstube weiterlaufen“, erzählt Igor. Mit April 2018 sperrte das Lokal zu, weil Boris seinen Partner überzeugen konnte, die Location komplett umzubauen – von einem rustikalen Gasthaus mit dunklen Wandvertäfelungen und Marmorfliesen zu einem lässig-modernen Bierlokal im schicken Industriestil. „Es fiel mir schwer, eine Entscheidung zu treffen“, erinnert sich Igor zurück.

Der Umbau dauerte über acht Monate, aber der Aufwand hat sich gelohnt. Prunkstück des Lokals ist eine eigene nagelneue Brauerei. Der Gast kann dem gesamten Brauvorgang beiwohnen. Es riecht angenehm bierig nach Sudhaus, dessen kupfernen Kessel mitten in der Gaststube stehen. Hinter Glas sind sogar die riesigen Stahltanks zu sehen, in denen bis zu acht Biersorten reifen. „Anfangs brauten wir acht Biersorten, um daraus in einem Ausschlussverfahren zwei, drei Sorten auszuwählen, aber dann schmeckten uns alle so gut, dass wir nun alle acht im Sortiment haben“, sagt Igor. „Den Rest brachten sie sich selbst bei. Hier war YouTube sehr hilfreich.“ Oleg, einer der beiden Brauer, war zuvor Sicherheitsbeamter bei der UNO. „Ich liebe die komplett neue Herausforderung“, lacht er.

EINES IST NICHT GENUG

Igor Nesterenko hatte keine gastronomischen Vorkenntnisse, aber verfügt über einen stark ausgeprägten Geschäftssinn. Zusammen mit einem Partner betreibt er auch andere Lokale. So beteiligt er sich zum Beispiel am japanischen Restaurant Karma Ramen. Igor übernahm aber auch noch das Flatschers und das Café Stadtkind. Der Reiz liegt durchaus in komplett unterschiedlichen Konzepten. Wie der gebürtige Russe diesen Mehraufwand logistisch bewältigt, bleibt sein Betriebsgeheimnis. Genauso, wie das Stadtkind nach dem Umbau aussehen wird, verrät Igor noch nicht. Nur so viel: Es wird eine Art Laurenz-Filiale mit Bar-Atmosphäre, wo man jede Menge Craftbier erhält.

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