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Prickelndes Kunstwerk

BEIM PROBESITZEN AUF DER TERRASSE WIRD SOFORT KLAR, WELCHER APERITIF DIESEN SOMMER ANGESAGT IST: MANFRED NESSL BESUCHTE WOLFGANG HAGN IN DER MAILBERGER „WEINGALERIE“.

AMBIENTE. Hinter den Kellergassen von „Mailberg Valley“ verbirgt sich das moderne Gesicht des Weinviertler Winzerortes: Sieben Elektrotankstellen unterstreichen das Bekenntnis der Familie Hagn zur Ressourcenschonung. Wie aufs Stichwort rollt Wolfgang Hagn mit einem E-Scooter an und schließt die neue Erweiterung des Weinguts auf. „Die Weingalerie ist ganzjährig zugänglich, die Besucher wählen am Ende aus drei verschiedenen Verkostflights“, so der gerade Vater gewordene Winzer. Seine Frau Carina und er haben die Erweiterung des „Weindomizils“, das mit seiner Gastronomie und seinen Gästezimmern bereits den NÖ Tourismuspreis gewinnen konnte, als ihr Herzensprojekt umgesetzt.

Rein technisch würde man den spektakulären Neubau wohl eine Erlebniswelt nennen, doch Wolfgang Hagn vergleicht den Weg der Traube zum Wein lieber mit einem Kunstwerk: „Jedes Jahr ist anders und der Winzer schafft Unikate.“ So unterschiedlich wie die Weine sind auch die künstlerischen Zugänge. Vorbei an einer Graffiti-Wand geht es in die alten Keller. Eine weitere Kunstform stellt dann das Wein-Kino dar. 

Unter sandgestrahlten Rebstöcken als Luster (!) erfahren Besucher alles über die Mühen des Winzers – vom Anbinden der Stöcke über den Rebschnitt bis hin zu den Geheimnissen der Fasslagerung. Denn die Barriques der Hagns befinden sich gleich nebenan, die Kostterrasse der Galerie mit den massiven Eschen-Tischen direkt darüber.

MUSKAT IST MUSS

Auch diese Holzwahl ist kein Zufall: „Viele der alten Weinpressen waren aus Esche“, erzählt Wolfgang Hagn Del Fabro-Weinverkaufsleiter Manfred Nessl. Unter dem großen Deckengemälde, das in malerischer Form auch den Topseller des Hauses „Filius“ feiert, wird eine neue Kreation der Weinviertler verkostet. Acht Hektar Muskateller ergeben den Grundwein für den 11,5 Volumenprozent leichten dritten „Primosecco“ (nach Weiß und Rosé). Schon nach dem ersten Schluck lobt Nessl „die brillante Frucht und belebende Art“ des prickelnden Muskats. „Wir verwenden dafür den gleichen Wein wie für unseren Muskateller“, erklärt Hagn, „nur so bleibt die Frucht erhalten.“ Sie funkelt mit der Weinviertler Sonne um die Wette, stellt das Duo bei frühlingshaften Temperaturen fest. „Für mich ist das die regionale Weinviertler Antwort auf den Prosecco“, fasst es Manfred Nessl zusammen. „Weingalerist“ Hagn nickt - offenbar wieder ein kleines Kunstwerk geschaffen!

Weitere Infos unter www.hagn-weingut.at

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