Desperados

aus Amsterdam

Desperados ist ein internationales Bier mit Tequilageschmack, das als das erste seiner Sorte 1996 in Deutschland Markteinführung hatte. Seinen typischen Geschmack erhält das Lagerbier durch die Zugabe von Tequila-Aromen. Gebraut wurde es in der Brasserie Fischer in Schiltigheim, die 2009 geschlossen wurde. Die Vertriebsrechte des Importbieres liegen seit Januar 2010 bei Heineken Deutschland. Zuvor wurde das Getränk in Deutschland durch die Karlsberg Brauerei in Homburg vertrieben. Weltweit ist Desperados in 43 Ländern erhältlich. Desperados enthält 5,9 % vol. Alkohol und wird typischerweise mit einer Limettenspalte im Flaschenhals serviert und direkt aus der Flasche getrunken.

Das ursprüngliche Design des Logos greift die mexikanischen Landesfarben auf, der Name Desperado kommt aus der spanischen bzw. englischen Sprache und bedeutet: verzweifelt, verwegen, Bandit - nicht zu verwechseln mit dem spanischen Wort desesperado. Bis zur Neuausrichtung nach der Markteinführung war Desperados somit ein Beispiel des Foreign Brandings. Da das Bier in Frankreich gebraut wird und nicht in Mexiko, klagten Hersteller und Vertreiber des mexikanischen Bieres Corona auf Unterlassung, da die Gestaltung der Flasche den Verbraucher irrtümlich annehmen ließe, das Bier stamme aus Mexiko. Das Hanseatische Oberlandesgericht urteilte am 23. Dezember 2004, „dass die durch die Gesamtaufmachung von „Desperados“ bewirkte Irreführung über die Herkunft des Bieres nicht durch ausreichende entlokalisierende Zusätze vermieden wird.“ Insbesondere war der Hinweis auf den Brauort nur in französischer Sprache auf dem vorderen Etikett angebracht. Inzwischen ist der Hinweis dreisprachig.

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