Zurück

Bezahlung nach Kollektivvertrag

Es gibt in der Arbeitswelt eine ganze Reihe von Ansprüchen und Vereinbarungen, die nicht gesetzlich geregelt sind.

Um

... auch hier klare Regeln zu haben, wurden Kollektivverträge entwickelt – also kollektiv ausgehandelte Arbeitsbedingungen. Wie sich diese gestalten, wird jährlich in Kollektivvertragsverhandlungen festgelegt. Hierbei werden Details wie Zulagen, Sonderzahlungen, Dienstkleidung usw. fixiert – und natürlich auch die Reallohnerhöhungen. Dies gilt auch im Bereich der Gastronomie, wo die unterschiedlichsten Berufsgruppen arbeiten. Christl Salchenegger, Geschäftsführerin des Wiener In-Lokals Krah-Krah: „Im neuen Kollektivvertrag gibt es eine Abstufung für gelernte Fachkräfte einerseits und Hilfspersonal andererseits – diese Regelung ist durchaus in Ordnung. Was mir aber fehlt, ist eine Differenzierung. In Bereichen, in denen der Mitarbeiter kein Trinkgeld bekommt – wie z. B. in der Küche –, sollte der kollektivvertraglich festgesetzte Lohn durchaus höher sein. Es sei denn, das Trinkgeld wird nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt, wie es vor allem in großen Lokalen oft der Fall ist.“

Wertschätzung

Das Gehalt ist letztlich ein Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit, die ein Mitarbeiter leistet, und somit ein guter Motivator. Das weiß auch Frau Salchenegger aus ihrem eigenen Betrieb: „Leistung und Einsatz sollte man entsprechend zu schätzen wissen und auch dementsprechend entlohnen. Nichts ist ein besserer Multiplikator als ein guter Mitarbeiter.“ Ob der Kollektivvertrag in der Gastronomie grundsätzlich in Ordnung ist? Frau Salchenegger spricht aus jahrelanger Erfahrung: „Da es in unserer Branche auch Trinkgelder gibt, geht der kollektivvertragliche Lohn in Ordnung. Das gilt übrigens auch für die geforderten 1.500 Euro Mindestlohn, die unabhängig von der Sparte bezahlt werden sollen. Voraussetzung dafür sollte aber unbedingt die Senkung der Lohnnebenkosten sein.“

Clemens Sadnik
Ansprechpartner

Zurück

Diese Website verwendet Cookies. Mehr Infos